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Der Sammlosaurus

von Rachel Bright, Chris Chatterton (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 25. August 2026
Antolin Quiz

Sorgen, Knuddeln, schüchtern sein, Fahrradfahren - die Dinosaurier bei Rachel Bright und Chris Chatterton haben schon so manches gelernt und erfahren. In einem neuen Buch geht es um das Horten von Schätzen und das Ansammeln von Gegenständen, mit denen wir bestimmte Erinnerungen verbinden. Dabei stellt sich die Frage, ob man wirklich alles aufheben muss.

Manchmal ist weniger mehr

Der kleine Sammlosaurus ist ganz betrübt. Sein Teddy ist verschwunden und er kann ihn nirgends finden. Kein Wunder, herrscht in seinem Zimmer doch ein ziemliches Chaos. Überall liegen Spielzeuge und Bastelsachen herum. Da den Überblick zu behalten, ist einfach nicht möglich. Sammlo ist ganz unglücklich. Das ändert sich, als sein Tantisaurus zu Besuch kommt. Von ihren vielen Reisen, die sie unternimmt, hat sie gelernt, dass weniger manchmal mehr ist. Gemeinsam mit Sammlo beginnt sie, die Sachen in seinem Zimmer zusammenzuräumen und vor allem zu sortieren. Was braucht Sammlo wirklich, wovon kann er sich trennen? Gemeinsam schaffen sie Ordnung im chaotischen Kinderzimmer - und am Ende finden sie auch Teddy wieder! Sammlo ist glücklich; nicht nur über seinen wiedergefundenen Teddy, sondern auch, weil er gelernt hat, dass er mit weniger Unordnung mehr Zeit für seine Lieblingsbeschäftigung hat.

Rachel Bright & Chris Chatrerton: Der Sammlosaurus

Herzige Reime, liebevolle Illustrationen

Der Titel der deutschen Übersetzung ist etwas irreführend. Bei Sammlosaurus denkt man zunächst an jemanden, der gerne Blätter, Steine oder anderes sammelt. Tatsächlich muss man etwas ums Eck denken, denn unser kleiner Sammlosaurus hebt einfach alles auf, was ihm in die Hände fällt. Ohne System, ohne ein bestimmtes Sammelziel. Von daher stimmt Sammlosaurus dann irgendwie doch wieder.
Auf jeden Fall gibt die Geschichte Kindern etwas ganz Wichtiges mit auf den Weg: Man muss nicht immer alles aufheben, was einem im ersten Moment gefällt. Denn irgendwann verliert man den Überblick über seine „Sammlung“, sieht vor lauter Dingen um sich herum gar nicht mehr das, was wirklich wichtig ist. Im Fall dieser Geschichte sucht der kleine Sammlo seinen Schmuseteddy. Der Gedanke an Aufräumen oder sich gar von Dingen zu trennen, ist ihm zunächst fremd. Etwas, das wohl jedes Kind sehr gut nachvollziehen kann. Und auch wir Eltern nicken zustimmend über die hier beschriebene kindliche Sammelleidenschaft. Wie gut, dass es - im Fall des Sammlosaurus - Tanten gibt, die die richtigen Impulse mitbringen. Natürlich ist es nicht so, dass wir Eltern das nicht auch wüssten. Aber manchmal glauben Kinder Außenstehenden eher als Mama oder Papa. Das wird auch im Buch charmant aufgegriffen. Hier ist es die Tante, zu der der kleine Sammlo bewundernd aufschaut. Sie reist nämlich viel durch die Welt, erlebt unglaubliche Abenteuer, von dem sie dem kleinen Sammlo erzählt. Der wiederum ist ganz erstaunt, als er erfährt, dass seine Tante dabei gar nicht so viel Gepäck dabeihat und ihre Erinnerungen einfach in ihrem Kopf sammelt. So trägt sie weniger Ballast mit sich herum und kann die nächste Reise viel leichter antreten. Sammlo ist beeindruckt von dem, was er da hört und übernimmt das für sich. Er beginnt Spielsachen und anderes auszusortieren und behält nur, was ihm wirklich wichtig ist.

Rachel Bright & Chris Chatrerton: Der Sammlosaurus

Diese wertvolle Botschaft bringt Rachel Bright wieder in gelungenen Reimen zu ihrem jungen Publikum. Federleicht und witzig sind diese formuliert und führen die Geschichten ungezwungen voran. Um diesen Eindruck zu unterstreichen, hat Chris Chatterton liebevoll-verspielte Bilder geschaffen, die das Chaos im Kinderzimmer, aber auch das Aufräumen deselben wunderbar in Szene setzen. Text und Bilder ergänzen sich toll und bereichern die Reihe um die kleinen Dinosaurierkinder, die ihren Alltag meistern, um ein weiteres Buch.

Rachel Bright & Chris Chatrerton: Der Sammlosaurus

„Der Sammlosaurus“ ist ein liebenswerter kleiner Kerl, der wirklich alles sammelt, was ihm zwischen die Finger bekommt. Leider ohne Konzept und so versinkt sein Zimmer bald in einem riesigen Chaos. Wie gut, dass seine Tante weiß, wie man dessen Herr wird und ihm zeigt, was es wirklich lohnt, aufzuheben.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
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  • Atmosphäre:
  • Illustration:

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