Graf Dackula und die SCHRECKsperten
Was haben wir im letzten Herbst gelacht, als ein aufgweckter Dackel in der Herbstzeit Vampirzähne und -umhang angelegt, sich den Namen Dackula verpasst und die Nachbarschaft unsicher gemacht hat? In diesem Herbst ist der herzige Kerl mit ausgemachtem Gruselspaß zurück.
Zum Erschrecken unheimlich
Da sind sie wieder, die sechs vampirischen Freunde. Gleich nach dem Frühstück treffen sich Graf Dackula, Graf Quakula, Gräfin Watschula, Gräfin Katzula, Graf Spatzula und Graf Trabula, um gemeinsam das Erschrecken zu üben. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn schon beim ersten Tier scheitern sie gnadenlos. Statt eines Schreis entfährt der tiefenentspannten Schildkröte lediglich ein Gähnen. Die Freunde brauchen also dringend Nachhilfe und finden sie in der hüpfenden Heuschrecke mit Erschreckerinnen-Diplom. Sie verrät den Freunden ziemlich gute Tricks - doch so einfach ist es dann doch nicht. Denn als plötzlich der wahre Fürst des Gruselns vor ihnen steht, zeigt sich, wer hier der Schrecksperte ist.

Wortspiele, die Zweite
Es hilft alles nichts, genauso wie man nicht auf Knopfdruck unheimlich sein kann, gelingt auch nicht jedes Wortspiel. Und bei Büchern kann man an einen kongenialen Streich nicht zwangsläufig noch einmal anschließen. Das ist leider bei Graf Dackula der Fall. Diese neue Geschichte versucht den Charme und die Stimmung des ersten Bilderbuchs aufzugreifen. Natürlich mit den Figuren, die wir bereits kennengelernt haben und mit Wortwitzen, Anspielungen, Doppeldeutungen und Referenzen fehlt es in der Fortsetzung nicht. Insofern bleibt der Autor seinem Stil treu, was für Kinderbücher ja sehr wichtig ist. Schließlich finden Kinder mit vertrauten Personen und bekanntem Setting schneller in die Geschichte hinein. Dennoch will hier der Funke nicht so recht überspringen. Der Text ist durchaus umfangreicher als noch im Vorgänger. Das merken Kinder schnell, da hier mehr Konzentration beim Zuhören verlangt wird. Etwas, das viele aufgrund mangelnder Vorleseerfahrung gar nicht mehr mitbringen.

Die Wortwitze, die auch schon im ersten Band oftmals für Eltern ein kleines Extra waren, werden hier von Kindern nur noch mit Erklärungen verstanden, was dann aber dem ganzen Vorlesevergnügen den Spaß nimmt.
Was geblieben ist, sind die witzigen Illustrationen von Merle Goll. Plakativ, großflächig setzt sie die Handlung in Bildern um. Auch lässt sie hier und da kleine Details einfließen, die das Anschauen zum Spaß werden lassen. Doch ob die Illustrationen alleine reichen, um bei Kindern die gleiche Begeisterung auszulösen wie beim Vorgängerband, muss wohl jeder selbst herausfinden.

„Graf Dackula und die SRECKsperten“ versucht die witzig-schräge Geschichte um die tierischen Freunde, die sich als Schrecken der Halloween-Zeit verkleiden, fortzusetzen. Dabei fehlt es durchaus nicht an geistreichen Wortspielen und Referenzen, doch werden diese ohne weitere Erklärungen wohl nur von Erwachsenen verstanden werden. Trotz der tollen Illustrationen kann man dieses Bilderbuch nicht uneingeschränkt empfehlen.
Details
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Erschienen:08/2026
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Umfang:32 Seiten
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Typ:Hardcover
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Alter:3 Jahre
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ISBN 13:9783737376907
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Preis (D):15,00