Zum Hauptinhalt springen

Cookie Einstellungen

Wir nutzen Cookies, um unsere Website zu optimieren. Näheres in unserer Datenschutzerklärung.

  • Essenzielle Cookies
    Joomla Session Cookie Dieses Cookie speichert Sitzungsinformationen und hilft dabei, die Benutzererfahrung während der Nutzung der Website zu verbessern. Es wird für die Dauer der Sitzung aufbewahrt und gelöscht, wenn der Browser geschlossen wird.
    Consent Cookie Dieses Cookie speichert die Zustimmung des Benutzers zu den Cookie-Richtlinien auf der Website. Es wird verwendet, um sicherzustellen, dass der Benutzer die Datenschutzrichtlinien akzeptiert hat und keine wiederholte Zustimmung erforderlich ist.

Ich und alle meine Ichs

von Andreas Thamm, Melina Lebel (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 29. Juni 2026
Antolin Quiz

Kinder stellen viele Fragen an das Leben, vor allem an ihr eigenes Leben. Wie waren sie als Baby, was wird aus ihnen einmal werden? Bei Andreas Thamm und Melina Lebel ist es ein kleiner Junge, der zu überlegen beginnt, wie seine Zukunft einmal aussehen wird.

Kleine Träume, viele Gedanken und alle Möglichkeiten

Sam ist fast so groß wie drei Kisten Apfelsaft und schaut sich am liebsten Babyfotos auf Mamas Handy an. Er findet es lustig, sich so klein und ohne Zähne, dafür mit ganz wenigen Haaren auf dem Kopf zu sehen. Ein bisschen erinnert ihn sein früheres Aussehen an eine Kartoffel. Seither ist er aber ganz schön gewachsen. Als er zur Welt kam, war er gerade mal so groß wie ein Brot, später dann wie ein Hund, ein Blumentopf und nun eben fast so groß wie drei aufeinander gestapelte Apfelsaftkisten. Wie groß er wohl noch werden wird? Auf jeden Fall so groß, dass er mit einem BMX-Rad über Rampen springen kann und mit Freunden ums Lagerfeuer sitzen wird. Wie wird das wohl sein, wenn er älter ist? Was wird er alles lernen, was alles können? Sam weiß, dass das Leben viele Möglichkeiten bietet. Vielleicht wird er ja wie sein Opa Motorrad fahren oder wie sein Papa durch den Pool schwimmen? Vielleicht wird er Schokoladentestesser oder Raumschiffkapitän? Vielleicht geht er auch wandern, wie Opa. Der ist mittlerweile in Rente und hat ganz viel Zeit für all die typischen Sachen, die alte Leute so machen.
Sams Gedanken schweifen weiter. Er überlegt, was er seinem erwachsenen Ich sagen würde, wenn er es träfe. Vielleicht würde er in daran erinnern, dass er ja nun immer Eis essen kann - sogar zum Frühstück.
Sam schmunzelt. So viele Möglichkeiten, so viele Chancen, so viele Begegnungen. All das liegt noch vor ihm, all das kann er tun - oder auch sein lassen. Wer weiß? Sam weiß nur, er wird immer er selbst sein, ganz egal, wie groß er noch werden wird.

Andreas Thamm & Melina Lebel: Ich und all meine Ichs

Philosophieren mit Kindern

Kinder stecken nicht nur voller Ideen, sie gehen auch völlig unvoreingenommen an Themen heran. Mit ihnen zu philosophieren, besonders über ihre Zukunft, gibt ihnen Raum, aber auch Mut, über die eigenen Träume und Vorstellungen zu sprechen. Und uns Erwachsene erinnert es daran, wie wunderbar unbeschwert Kindergedanken sein können. Sam aus dieser Geschichte lässt seine Gedanken und Vorstellungen schweifen. Wie er früher war, weiß er dank der Bilder auf Mamas Handy. Aber wie er später einmal sein wird, das kann ihm keiner beantworten. Denn die Zukunft ist nirgends festgeschrieben. Sie ist im Wandel, kann jede Form annehmen, die man ihr geben wird. Um dies einmal gemeinsam mit Kindern zu überlegen, sie anzuregen, über sich selbst nachzudenken, gibt dieses Buch viele Anregungen. Alles hier aufgegriffene bietet Kindern wunderbare Gesprächsanlässe. Über die Gedanken des Jungens können sie ihre eigenen schweifen lassen, sich vorstellen, wie ihre Zukunft vielleicht einmal aussehen könnte. Was sie werden wollen - oder auch nicht. Es gibt keine Grenzen, keine Hürden und vor allem keine Unmöglichkeiten. Es gibt nur viele Wege, die man beschreiten könnte, auf die man sich aber jetzt noch nicht festlegen muss. Denn welchen Weg man einmal einschlagen wird, entscheidet man zu gegebener Zeit. Wichtig ist nur, dass man dabei immer sich selbst treu bleibt. Sam weiß das, wenn er sagt, dass ein Teil von seinem jetzigen Ich in alle seinen zukünftigen Ichs stecken wird.
Genau das ist die Botschaft, die Andreas Thamm Kindern mitgeben will. Er will sie zum Träumen und Philosophieren anregen. Melina Lebel unterstützt dabei mit ihren Bildern. Mit leuchtenden, kräftigen Farben zeigen sie Sam in verschiedenen Settings, lassen in Schattenspielen das Gestern, Heute und Morgen zusammenfließen. Sie sind plakativ, lebendig und regen ebenfalls zum Gedanken machen an.

Andreas Thamm & Melina Lebel: Ich und all meine Ichs

„Ich und alle meine Ichs“ ist ein feines Bilderbuch, das Kindern nicht nur die große Frage stellt, wie sie sich ihre ganz eigene persönliche Zukunft vorstellen, sondern ihnen auch Anregungen für Möglichkeiten liefert. Das lädt zum gemeinsamen Träumen und Philosophieren ein und zeigt, dass das Leben viele Chancen bietet, Wege sich aber erst nach und nach klar erkennen lassen.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Anspruch:
  • Illustration:

Könnte Ihnen auch gefallen:

Hardcover

Gedanken denken

  • Genre: Bilderbücher
  • Schon einmal versucht, den Kopf richtig frei zu bekommen und nichts zu denken? Nicht nur an ein Nichts denken, sondern einfach gar keine Gedanken zu haben? Das ist gar nicht so einfach, denn Gedanken geistern...
  • Flexcover

    Ich kann von Glück reden

  • Genre: Erzählendes Buch
  • Was ist Glück?Nun, jeder empfindet Glück anders. Der eine ist glücklich darüber, gesund zu sein. Die nächste freut sich über Momente für sich selbst, eine andere Person über einen Gewinn. Man könnte...
  • Hardcover

    Das Glück ist ein Punkt

  • Genre: Bilderbücher
  • Welche Farbe hat das Glück?Ist es Grün wie ein Kleeblatt? Gelb wie die Sonne? Rot wie Kirschen?So wie für jeden Glück etwas anderes ist, ist auch die Farbe, die wir mit dem Glück verbinden, immer...