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Der Monsterhund vom Dark Moor

Sherlock Holmes & Dr. Watson
Rezension von Janett Cernohuby | 20. April 2026
Antolin Quiz

Comics sind voll im Trend und haben in Sachen Leseförderung an Bedeutung gewonnen. So erscheinen nicht nur mehr Bücher im Comicformat, sondern auch Klassiker werden in dieses Format adaptiert. Judith Weber hat dem berühmtesten aller Privatdetektive ein neues Aussehen, ein schräges Setting und vor allem ein neues Format verliehen. Nun erscheint ein zweiter Band, der die Leserschaft ins Dark Moor führt.

Von Monsterhunden und dunklen Machenschaften

Nachdem sie ihren ersten Fall erfolgreich aufgeklärt haben, kehrt bei Sherlock Holmes und Dr. Watson dennoch keine Ruhe ein. Denn ein neuer Fall steht in Form von matschigen Gummistiefeln bereits vor ihrer Tür. Dörte aus dem Dark Moor braucht Sherlocks Hilfe, denn in Little Rain treibt ein riesiger Monsterhund sein Unwesen. Diesen Fall lassen sich die beiden Ermittler natürlich nicht entgehen und schon kurz darauf sind sie unterwegs ins Dark Moor. Hier erwarten sie nicht nur Dauerregen, sondern auch geköpfte Gartenzwerge, verwüstete Villen und verschrobene Dorfbewohner. Was sie aber nicht erwartet, ist ein Monsterhund. Schnell ist Sherlock Holmes klar, dass sich jemand den Monsterhund nur ausgedacht hat. Doch wer und warum? Ist es der Konzern Great & Greater, der das Moor trockenlegen will, um ein neues Rechenzentrum zu bauen? Oder gar der Archivar des Dorfes, um seine Bibliothek zu vergrößern? Verdächtige gibt es viele, doch als Rosa Sau entführt wird, kommt endlich Licht ins Dunkel…

Sherlock Holmes & Dr. Watson: Der Monsterhund vom Dark Moor

Schräges Comic für Mitmachfans

Herrlich unterhaltsam und spannend präsentieren Judith Weber, Christian und Fabian Jeremies diesen zweiten Teil der schrägen Comicreihe um den berühmtesten Privatdetektiv der Welt. Sie fängt den Charme und die Atmosphäre des Klassikers ein, verfrachtet ihn in ein modernes Setting und lässt statt Menschen Tiere in die Rollen schlüpfen. Alles wird noch gewürzt mit einer ordentlichen Portion Humor und heraus kommt ein unterhaltsamer Comic. Natürlich mit den wesentlichen Kerninhalten des Originals: Ein unheimliches Moor voller Geheimnisse und vor allem einem monströsen Hund. Zumindest auf den ersten Blick, denn nachdem Sherlock sich die Sache genauer anschaut, sieht es doch wesentlich anders aus. Eigenbrötlerische Charaktere, witzige Dialoge und viele Bild- sowie Suchrätsel zeichnen auch diesen zweiten Band aus. Ein Comic, dass sich mit seinem geringen Textanteil definitiv an Weniglesende und Lesemuffel richtet. Hier muss zwischen den Dialogen und in den Bildern gelesen werden, was Kindern viel Spaß bereitet. Vor allem aber auch längere Beschäftigung mit dem Buch bietet, denn nur wer sich ganz genau die Bilder anschaut und wie Sherlock auf die kleinen Details achtet, kann die Mitmachfragen beantworten. Diese finden sich in jedem Kapitel, ihre Antwort direkt im Anschluss daran, im sogenannten Notizbuch, das sich am Ende jeden Abschnitts befindet. Zum Gelingen der Geschichte sind die dynamischen Illustrationen von Christan und Fabian Jeremies natürlich ein wesentlicher Bestandteil. Farbenfroh präsentieren sie sich nicht unbedingt, denn im regnerischen Dark Moor überwiegen natürlich die matschig-nassen Farbtöne. Aber damit kommt die unheimliche Stimmung perfekt rüber und der Monsterhund wirkt gleich viel unheimlicher. Zumindest auf den ersten Blick.

Sherlock Holmes & Dr. Watson: Der Monsterhund vom Dark Moor

„Der Monsterhund im Dark Moor“ lockt Sherlock Holmes und Dr. Watson aus Crazy London heraus und führt sie in eine unheimliche, aber besondere Naturlandschaft. Verschrobene Dorfbewohner, jede Menge Aberglauben und ein kniffeliges Rätsel halten nicht nur das berühmte Ermittlerduo auf Trab, sondern auch die junge Leserschaft.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration:

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