Ich will aber nicht!
Alle Eltern kennen sie, die Trotzphase. Jene Zeit, wenn die Kleinsten ihren eigenen Willen entdecken, wenn die Gefühle mit voller Wucht über sie hineinbrechen und sie sich selbst nicht mehr zurechtfinden. Dann sind Wutanfälle und Schreiattacken angesagt und uns Eltern bleibt nur übrig, geduldig daneben zu stehen und abzuwarten. „Ich will aber nicht!“ erzählt vom kleinen Tiger, der genau in solch einer Trotzphase steckt und sich selbst findet.
Ich will aber nicht!
Das scheint beim kleinen Tiger das Motto des heutigen Tages zu sein. Dabei sollte es ein wunderbarer Tag werden, auf den er sich schon gefreut hat, denn er ist zur Geburtstagsfeier eingeladen. Doch irgendwie hat der kleine Tiger jetzt keine Lust mehr. Einfach so. Egal wie beruhigend Mama und Papa an seiner Seite stehen, egal welches freundliche Lächeln sie ihm schenken, der kleine Tiger mag nicht. Er mag seine Schuhe nicht anziehen, seine Mütze nicht aufsetzen, seinen Roller nicht fahren - und am allerwenigsten mag er feiern und tanzen.
Doch dann sieht er durch den Gartenzaun die vielen Luftballons, die leckeren Speisen, die große Hüpfburg und hört das Lachen seiner Freunde. Naja, vielleicht könnte er sich doch durchringen, zur Party zu gehen? Ganz kurz, wirklich nicht lang?
Als es irgendwann heißt, Abschied zu nehmen, sieht der kleine Tiger das gar nicht ein. Er will noch nicht gehen, hat er doch gerade so viel Spaß…

Wenn das Kind nicht weiß, was es will
Wem kommt diese Situation bekannt vor? Vermutlich uns allen, denn die Trotzphase ist in allen Familien mehr oder weniger stark ausgeprägt und so erleben wir alle früher oder später, wie unsere Kinder etwas nicht wollen, worauf sie sich eigentlich freuen. Und umgekehrt. Sie tun das aber nicht aus Boshaftigkeit, sondernweil sie ihre Gefühle, die plötzlich und heftig über sie hereinbrechen, nicht verstehen können. In solch einem Gefühlschaos steckt auch der kleine Tiger. Natürlich will er zur Geburtstagsfeier seines Freundes. Und gleichzeitig auch nicht. Erklären kann er es nicht, wie auch? Selbst wir Erwachsene können mitunter nicht erklären, warum uns der Gedanke, sich anzukleiden und loszugehen, so schwerfällt, obwohl wir gleichzeitig wissen, dass wir die Aktivität selbst genießen. Doch während wir gelernt haben unsere Emotionen zu regulieren, stehen Kinder gerade erst am Anfang dieses Entwicklungsprozesses.

Für uns Erwachsene bedeutet das, begleiten, tief durchatmen, die Kleinen bei der Hand zu nehmen und sie geduldig durch diesen Entwicklungsprozess zu führen. Zum Glück gibt es lustige Geschichten, die Kinder hierbei helfen. Die zeigen, dass alle Gefühle und Empfindungen okay sind. Manchmal geben sie Tipps, wie man mit Emotionen umgehen kann, manchmal lassen sie die Ereignisse einfach so stehen. Zu letzterem gehört dieses Bilderbuch. Es erzählt einfach nur, wie der kleine Tiger sich fühlt und bewertet nichts. Stattdessen überlässt es den Kindern den Raum, um das Verhalten des kleinen Tigers zu kommentieren. Verpackt in liebevolle, witzige Reime ist es auch direkt er, der von seinen Gefühlen und Gedanken erzählt. Das holt Kinder noch näher an die Gefühlswelt des kleinen Tigers heran. Die Geschichte analysiert und interpretiert nicht, genauso wenig wie sie versucht, Erklärungen und Lösungsansätze zu finden. Sie nimmt den kleinen Tiger einfach an, wie er ist. Genau das ist es, was Kinder brauchen. Verständnis, Mitgefühl und Geduld. Alles andere kommt von alleine. Der Spaß, die Freude und das Begreifen.

Witzig, originell und mit wunderbar verspielten Reimen erzählt das vorliegende Bilderbuch vom kleinen Tiger, auf den eigentlich eine großartige Geburtstagsfeier seines Freundes wartet, der aber zunächst gar nicht weiß, was er will. Ein ganz natürlicher Entwicklungsprozess, den alle Kinder während der Trotzphase durchmachen und den Eltern mit viel Geduld und einem Lächeln begleiten.
Details
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Originaltitel:Tiny Tiger, I Don‘t Want to!
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Übersetzer*in:Susanne Weber
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Erschienen:08/2026
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Umfang:32 Seiten
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Typ:Hardcover
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Alter:3 Jahre
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ISBN 13:9783751207942
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Preis (D):15,00