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Ruppi Rüpelfisch

von Rouven Stenneken, Simone Leiss-Bohn (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 02. Juli 2025

In Kindergruppen gibt es immer diese eine Person, die durch besonders unfreundliches und rüpelhaftes Verhalten auffällt. Nicht nur bei uns Menschen, auch bei den Tieren ist das so. Taucht man tief ins Meer hinab, trifft man dort auf Ruppi Rüpelfisch, bei dem der Name Programm ist.

Ein Rüpelfisch lernt nett zu sein

Ruppi ist ein kleiner Fisch tief unten im Meer. Bei den anderen Fischkindern ist Ruppi nicht sonderlich beliebt, denn er ist ein richtiger Rüpel. Er hat Spaß daran, die anderen zu kneifen, piksen oder gar zu erschrecken. Als er es einmal zu wild getrieben hat, sagen ihm die anderen Fischkinder sehr deutlich, dass sie nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Beleidigt zieht Ruppi ab und schwimmt hinaus ins offene Meer. Das Riff ist sein Ziel, doch der Oktopus warnt ihn. Im Riff, sagt man, lebt ein gefährlicher Hai. Ruppi lässt sich davon keine Angst machen, sondern schwimmt mit erhobenem Haupt weiter. Als die Nacht hereinbricht, wird dem kleinen Fisch doch etwas mulmig zumute. Ob er zurückschwimmen soll? Nichts da. Am nächsten Tag fühlt er sich sogar noch ein bisschen mutiger, bis er plötzlich einen seltsamen Schatten sieht und vor ihm der gefährliche Hai auftaucht. Doch als dieser Hilfe braucht, erkennt Ruppi, dass Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft viel schöner sind, als andere zu ärgern. Ob ihm die Fische zuhause wohl vergeben werden?

Ruppi Rüpelfisch

Eine Geschichte übers Stänkern und Freundlichsein

Mit Ruppi Rüpelfisch kommt ein Charakter zur jungen Leserschaft, der sowohl für Unterhaltung sorgt als auch eine wichtige Botschaft mitbringt. Ruppi ist wild, ungestüm und sehr oft gemein zu anderen Tieren. Klar, dass ihm das keine Sympathiepunkte einbringt - weder bei den Tieren noch bei der Leserschaft. Die kann gut verstehen, warum die anderen nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen. Rouven Stenneken versteht es, das Thema Stänkern und Streiten in dieser Geschichte so umzusetzen, dass Kinder sich nicht direkt angesprochen fühlen, aber dennoch über das hier Erzählte nachdenken und auch Erlebnisse aus dem Kindergarten oder Freundeskreis reflektieren. Gibt es da vielleicht auch jemanden, der gerne andere ärgert? Oder ist man vielleicht sogar selbst dieses Kind? Rouven Stenneken zeigt aber nicht mit dem Finger auf Kinder, er ermahnt oder belehrt nicht, nein, er erzählt eine unterhaltsame. Übrigens in Reimform, was dem Buch gleich eine andere Melodik und Vorleserhythmik verleiht. Die Ereignisse nehmen ihren Lauf, Ruppi haut ab und glaubt ohne die anderen bestens auszukommen. Dem ist natürlich nicht so und Ruppi macht seine eigenen Erfahrungen. Besonders nachdem er dem Hai geholfen hat- Da durchflutet ihn ein seltsames Gefühl. Es ist Stolz darüber, jemandem anderen geholfen und gerettet zu haben. An diesem Punkt versteht Ruppi endlich, dass sein bisheriges Verhalten nicht richtig war und dass die anderen Fische recht hatten. Er schwimmt zurück und entschuldigt sich. Eine starke Geste, die ihm viele Freunde bringt. Auch die Leserschaft wird Ruppi an dieser Stelle sehr mögen.
Getragen wird die Geschichte von liebevoll gezeichneten und vielen Details ausgestatteten Bildern. Es lohnt sich, in ihnen zu verweilen. Ein weiteres Extra verbirgt sich hinter dem QR-Code am Beginn des Buches. Hier bekommt man die Geschichte nicht nur vorgelesen, sondern auch eine Auswahl toller Kinderlieder vorgespielt, die diese Hörspielversion zu einem tollen Erlebnis macht.

Ruppi Rüpelfisch

„Ruppi Rüpelfisch“ ist ein bunt gestaltetes und mit musikalischen Extras ausgestattetes Bilderbuch über Stänkern, Hilfsbereitschaft, Freundschaft und vor allem Entschuldigen. Spannend und in Reimform erzählt, begeistert es Kinder, unterhält sie und bringt ihnen diese Weise wichtige Werte näher.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Illustration:

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