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Als Ela das All eroberte

Rezension von Janett Cernohuby | 14. Mai 2024

Kinder haben viele Wünsche und Träume, was sie als Erwachsene werden wollen und wie sie leben wollen. Manche dieser Träume bleiben, andere wandeln sich, durch Veränderungen der Interessen oder das Entdecken neuer Talente. Und dann gibt es noch jene Kinder, die aufgrund körperlicher Einschränkungen an der Auslebung ihrer Träume gehindert werden. So wie Ela, die im Rollstuhl sitzt.

Der Traum von den Sternen

Ela ist begeistert von allem, was mit dem Weltall zu tun hat. In unserem Sonnensystem kennt sie sich prima aus, weiß viel über Schwarze Löcher, die ISS und die Umweltbedingungen auf dem Mars. Und noch etwas weiß sie: Wenn sie groß ist, möchte sie unbedingt Astronautin werden und selbst ins Weltall fliegen.
Doch leider steht sie mit ihrem Traum ziemlich alleine da und wird von vielen ausgebremst. Denn Ela sitzt im Rollstuhl, weswegen viele glauben, dass sie nicht ins Weltall fliegen kann. Tatsächlich ist es derzeit auch nicht möglich, doch vor einigen Jahren musste man auch noch eine Mindestkörpergröße von 165 cm haben, um ins Weltall zu fliegen. Dieses Kriterium gibt es zum Glück nicht mehr und es gab auch schon eine erste Astronautin, die mit Prothese in die Erdumlaufbahn flog. Darum lässt auch Ela sich nicht von ihrem Traum abbringen, denn in der Schwerelosigkeit ist ein Rollstuhl ohnehin überflüssig. Zum Glück wird sie darin nicht nur von ihrem Freund Ben unterstützt, sondern auch von ihrem Onkel Micha. Beide haben sich etwas Besonderes einfallen lassen, um Ela den Sternen näher zu bringen…

Als Ela das All eroberte

Halte an deinen Träumen fest

„Als Ela das All eroberte“ ist ein mutmachendes und positives Kinderbuch. Hierin erzählen Adina Hermann und Raúl Krauthausen von Kinderträumen, Zukunftswünschen und den Mut, an ihnen festzuhalten. Denn nicht immer stehen zwischen einem Kindertraum und dessen Umsetzung sich verändernde Interessen und Begabungen, sondern auch körperliche Einschränkungen. Und die können manchmal zu einem unumstößlichen K.O.-Kriterium werden. Im Fall von Ela ist es der Rollstuhl, der zwischen ihr und ihrem Traum vom Weltall steht. Denn aktuell sind die Auswahlkriterien für Astronaut*innen klar und eng vorgegeben. Doch was nicht ist, kann noch werden - ein Credo, das im Buch immer wieder betont wird. Ela ist noch jung und vieles wird sich in den nächsten Jahren verändern. Den Traum aufgeben ist für das Mädchen und ihr engstes Umfeld keine Option. Im Gegenteil. Sie unterstützen Ela so gut es geht und motivieren sie immer wieder.
Obwohl die körperliche Einschränkung ein wesentlicher Punkt für diese Geschichte ist, wird Elas Nutzung eines Rollstuhls nicht überthematisiert. Er wird ganz selbstverständlich in die Handlung eingebaut und es wird nicht darauf eingegangen, warum Ela im Rollstuhl sitzt. Das ist gut, wichtig und für die eigentliche Geschichte auch völlig unbedeutend. Das tut der Geschichte sehr gut und lenkt den Fokus auch auf das, worum es wirklich geht: Für seine Träume zu kämpfen und sich nicht entmutigen zu lassen.

Als Ela das All eroberte

„Als Ela das All eroberte“ ist eine bestärkende und spannende  Geschichte über den Traum von den Sternen, die Faszination über das Weltall und den Wunsch, selbst einmal dorthin zu fliegen. Die Hürden, die sich dabei aktuell in den Weg stellen, können abgeschafft werden. Alles ist möglich. Dieses Buch motiviert auf jeden Fall dazu, macht Hoffnung und zeigt ganz klar, dass man auf die eine oder andere Weise an seinen Träumen festhalten soll.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Gefühl:
  • Illustration:

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