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Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln

Antolin Quiz
von Henrik Siebold, Inga Steinmetz (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 23. Januar 2026

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln

Mangas liegen voll im Trend und beim interkulturellen Austausch sind Kinder stets mit viel Interesse dabei. Henrik Siebold, Schöpfer der Inspektor Takeda-Reihe, vereint beides in einem spannenden Erstlesebuch.

Kindheit in Tokio

Ben ist mit seinen Eltern nach Tokio, die Hauptstadt von Japan, gezogen. Hier ist mit Hochhäusern, Bahnhöfen und Werbetafeln alles riesig und dank kleiner Holzhäuser und klitzekleiner Bonsai zugleich winzig. Ben ist ein wenig nervös. Wie wird er sich in dem Land, dessen Sprache er nicht kennt, zurechtfinden? Eines Tages steht ein japanischer Junge vom Haus nebenan vor Bens Tür. Obwohl er und Ben sich nicht verstehen, werden sie schnell zu Freunden. Yoshi, wie sich der Nachbarsjunge vorstellt, lernt Ben erste japanische Worte. Und er nimmt ihn mit hinaus in die Nachbarschaft, zeigt ihm seinen Lieblingsladen, lädt ihn zu sich nachhause zum Essen ein und führt ihn zu einem besonderen Ort. Einen kleinen Hügel hinter dem Spielzeugladen. Hier, so sagt man, sollen Geister umherspuken. Ben glaubt zunächst nicht an Geister, doch als er auf dem Hügel einen geheimnisvollen Schrein findet und seltsame Geräusche hört, ist er sich doch sicher, dass es in Japan Gespenster gibt. Doch hat er damit wirklich recht?

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln

Spannend, fesselnd, empathisch

Dicht und stimmungsvoll erzählt Henrik Siebold die Geschichte des Jungen Ben, in die er autobiografische Inhalte hat einfließen lassen. Durch Bens Augen erfahren junge Lesende wie es ist, in ein fremdes Land zu ziehen, dessen Lebensweise, Bräuche, Sprache ja sogar Schriftzeichen völlig anders sind als im eigenen Land. Ben hat natürlich seine Bedenken, doch dank des Nachbarjungen verfliegen diese ganz schnell. Mit viel Interesse und Neugier beginnt Ben, sein neues Zuhause zu erkunden. Wie nebenbei scheint er dabei auch die Sprache zu erlernen, zumindest die gesprochene, wie sich im Lauf der Geschichte zeigt. Das alles macht die Handlung spannend und zugleich empathisch. Ben wird zu einer Figur, mit der man sich gut identifizieren kann und den man gerne begleitet. Der aufregende Streifzug durch die neue Heimat endet schließlich in dem Wäldchen auf dem Hügel, auf dem es mehr als Obake, japanische Geister, gibt. Hier bietet ein Showdown mit fiesem Räuber und im letzten Moment auftauchender Polizei einen richtig spannenden Höhepunkt.
Die unterhaltsame Geschichte wird von Inga Steinmetz‘ Illustrationen getragen. Im Manga-Stil vermitteln diese bildlich, wie Ben in seinem neuen Zuhause Fuß fasst. Zugleich unterstützen die Bilder auch beim Selberlesen, wozu dieses Erstlesebuch natürlich anregen möchte. Sie lockern den Textfluss auf, der gut portioniert in mehrere Kapitel unterteilt ist. Alles das macht dieses Buch spannend und zu einer tollen Lektüre für Kinder der 2. Lesestufe.

Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln

„Die Tokio-Detektive: Yoshi und Ben ermitteln“ ist ein spannender Erstleseband über einen Jungen, der in ein fremdes Land zieht und hier alles neu lernen muss. Dank seinen Freund wird es jedoch nie langweilig, denn wenn sie nicht gerade die Nachbarschaft erkunden, gehen sie auf Verbrecherjagd. Mal sehen, ob es noch weitere Abenteuer der beiden Freunde geben wird.

Details

Bewertung

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