Ein Sommer auf Kullerö

Antolin Quiz
von Greta Svensson, Verena Wugeditsch (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 26. März 2026

Ein Sommer auf Kullerö

Endlich ist der Sommer da, der letzte Schultag ist gerade zu Ende gegangen und dieses wunderbare Gefühl von niemals endenden Ferientagen und Freiheit macht sich breit. Sommerferien sind etwas wundervolles und noch schöner erleben sie die Kinder auf der kleinen schwedischen Insel Kullerö.

Ein endloser Kindersommer

Für die neunjährige Tilla, ihren Bruder Björn und dessen Freund Oscar haben gerade die Sommerferien und damit die schönste Zeit im Jahr begonnen. In den nächsten Wochen wollen sie nach Herzenslust baden, Boot fahren, Waldbeeren pflücken und mit dem Pony über die Insel streifen. Beim Mondscheinfest, ihrem traditionellen Insel-Sommerfest, hören sie eine aufregende Neuigkeit: Eine neue Familie ist auf die Insel gezogen, die das alte Hotel renovieren und neu eröffnen wollen. Zu dieser Familie gehören auch zwei Kinder, Kari und ihr kleiner Bruder Benka. Während sich Björn und Oscar über den neuen Freund freuen, ist Tilla skeptisch. Kari scheint Kullerö nicht zu mögen und möchte lieber nach Stockholm zurück. Doch dank Jennes Blaubeerpfannkuchen, einem besonderen Briefkasten und der Hilfe des Baumtrolls erfährt Kari, wie wunderbar das Leben auf Kullerö ist, wie warmherzig seine Menschen sind, wie einzigartig und vertraut das Miteinander ist. Am Ende dieses Sommers sind aus drei Kullerö-Kindern nicht nur fünf geworden, sondern es hat sich auch ein besonderes Freundschaftsband zwischen ihnen geknüpft.

Ein Sommer auf Kullerö

Ein Sommer zum dahinträumen

Das eingangs erwähnte Gefühl von niemals endenden Sommertagen fängt Greta Svensson, das Pseudonym von Barbara Rose, in diesem Kinderbuch wunderbar ein. Ihr Buch ist Sommerlektüre zum Wegträumen, Ferienabenteuer zum Mitfiebern und Freundschaftsgeschichte, wie sie nicht besser sein könnte. Mit der schwedischen Insel Kullerö führt uns Greta Svensson an einen ganz besonderen Handlungsort. Es ist eine idyllische, gemütliche kleine Insel, auf der man ohne zu zögern sofort selbst Urlaub machen würde. Hier geht alles ruhig und entspannt zu, ein jeder kennt den anderen und man hilft sich gegenseitig. Das gilt natürlich auch für die drei Kinder, die auf Kullerö leben: Tilla, Björn und Oscar. Sie sind unzertrennlich, unternehmen alles gemeinsam und fühlen sich eng verbunden mit der Insel, auf der sie leben. Als sie erfahren, dass neue Kinder auf die Insel ziehen werden, sind sie alle sofort begeistert. Da ist kein Gedanke an Eifersucht oder Ausgrenzung. Nur bei Tilla schleichen sich einige Vorurteile ein, als sie hört, dass Kari, lieber in Stockholm geblieben wäre. Als Lesende kann man Kari verstehen, schließlich ist der Gedanke, sein geliebtes Zuhause mit allen Freunden zurückzulassen, für jeden schwer zu ertragen. Tilla fehlt dieses Einfühlungsvermögen noch und so lehnt sie Kari zunächst ab. Doch mit der Zeit merkt sie, dass diese ganz nett ist und gegen Kullerö gar nichts hat. Über die Renovierungsarbeiten am Hotel knüpft sich schließlich das Band der Freundschaft und die beiden Neuen sind schon bald im Kreis der drei aufgenommen.
Über dem ohnehin schon atmosphärischen Ganzen liegt dann auch noch ein bisschen Magie, wenn Jenne von den Trollen und dem Trollbriefkasten im alten Eichenbaum erzählt. Ob die Geschichten wohl wahr sind? Die Antwort darauf überlässt die Autorin den Lesenden selbst, auf jeden Fall nimmt dieser Briefkasten eine ganz besondere Rolle ein und rundet das Lesererlebnis gut ab.

Ein Sommer auf Kullerö

„Ein Sommer auf Kullerö“ ist ein wundervoller Kinderroman, der von endlosen Sommerferien, neuen Freundschaften, Schwimmausflügen, Boots- und Ponyfahrten erzählt und alles mit einer kleinen Prise Hyggegefühl und heimeliger Inselstimmung würzt. Zu lesen und davonträumen

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