In Österreich gibt es viele spannende Sagen über verwunschene Orte, große Schätze, gefährliche Tiere und verfluchte Wesen. Bettina Kleinszig hat sich bereits zwei faszinierenden Überlieferungen über Basilisken und Feen angenommen, sie modernisiert und in die Gegenwart geholt. Nun begibt sie sich zum dritten Mal in das Reich das Fabelgestalten und reist dafür zum Weißeck, an dessen Fuß der Sage nach ein fruchterregender Hund lebt.
Gewitter, Zwerge und ein unermesslicher Schatz
An einem lauen Septembernachmittag hat sich Uropa mit Bastian, Therese, Johann und Sahra zu einer Wanderung am Weißeck aufgemacht. Die frische Luft und der nadelige Waldboden versetzen Uropa in gute Laune. Hinzu kommt, dass er den Kindern noch eine besondere Geschichte erzählen will. Aber erst, bei der nächsten Esspause. Doch soweit kommt es nicht, denn plötzlich bricht ein furchtbares Gewitter los. Ein Jahrhundertgewitter, wie Uropa es nennt. Rasch macht sich die Gruppe auf den Rückweg, doch die Kinder werden von Uropa getrennt und finden sich bald allein im Unwetter wieder. Da begegnen sie einem seltsamen Wesen, dass sich als Adwari aus dem Volk der Zwerge vorstellt. Er erzählt den Kindern, dass sie einst verbannt wurden, auf ewig in den eigenen Hallen begraben zu sein. Nur wer den Mut hat, den Schlüssel aus dem Maul eines fürchterlichen Hundes zu holen und damit den Zugang zum Berg und einem unermesslichen Schatz zu suchen, kann diesen Fluch brechen. Da der Weg durch den Berg die Kinder auch zurück ins Tal führen würde, sie zudem keinen anderen Ausweg sehen, willigen sie ein. Adwari führt sie zum Weißeck-Hund und weiter in den Berg. Von nun an sind die Freunde jedoch auf sich allein gestellt. Es gilt drei Rätsel zu lösen und so manche Gefahr zu bestehen. Ob es ihnen gelingt, das Volk der Zwerge zu erlösen und damit auch den Weg zurück zu finden?

Neuinterpretation der Weißeck-Sage
Spannend und fesselnd entführt Bettina Kleinszig ihre Leserschaft in ein neues Abenteuer. Natürlich greift sie darin wieder eine österreichische Sage auf, holt sie in die Gegenwart und lässt ihre jungen Held*innen diese hautnah erleben. Dabei bleibt die ursprüngliche Überlieferung in ihrem Wesen erhalten. Zentrale Elemente, wie der Weißeck-Hund, das fürchterliche Unwetter, der Schlüssel, ein verfluchtes Volk und ein unermesslicher Schatz bleiben genauso, wie es in der ursprünglichen Sage heißt. Neu ist nur, dass die Aufgabe gelöst und die Beteiligten erlöst werden.
Während sich die Aufgaben der Kinder in den vorherigen Abenteuern über mehrere Tage zogen, dafür Vorbereitungen getroffen wurden und Ausstattung zusammengesucht wurde, spielt dieser dritte Band über einen Tag und eine Nacht hinweg. Das verleiht der Handlung Tempo. Weder die Kinder bekommen lange Ruhe- und Verschnaufpausen noch die Leserschaft. Die Ereignisse gehen Schlag auf Schlag, die Rätsel folgen aufeinander und geben damit den Ton an. Da fällt es natürlich schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Die bedrohliche Stimmung des Unwetters, die erdrückende Atmosphäre des Berges und die Dunkelheit der sagenumwobenen Stollen hat Jürgen Blankenhagen gekonnt in seinen Bildern festgehalten. Sie tragen aber nicht nur die Gefahr an die Leserschaft, man hat auch das Gefühl, den Regen und kalten Sturm selbst zu spüren. Um dieses Empfinden noch zu betonen, sind auch einige Seiten in schwarz-violettem Farbton gestaltet. Alles das rundet das Leseerlebnis ab und passt hervorragend zu der Reihe über die sagenhaften Abenteuer des Bastian Zekoff.

„Der schwarze Hund“ ist eine bekannte Sage vom Fuße des Weißecks, wo ein Hund den Schlüssel zu einem unermesslichen Schatz im Maul trägt. Bettina Kleinszig greift diese Sage in ihrem dritten Band um von Bastian Zekoff und seine Freunde auf und präsentiert erneut einen fesselnden Kinderroman aus Österreich.
Details
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Band:3
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Erschienen:03/2026
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Umfang:128 Seiten
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Typ:Hardcover
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Altersempfehlung:9 Jahre
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EAN:9783707426762
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ISBN 13:3707426769
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Preis (D):13,50 €
