Hühner sind verrückte Tiere. Wenn sie sich gackernd und scharrend über den Hof bewegen, sieht das mitunter sehr seltsam aus. Doch tatsächlich sind Hühner oft unterschätzte Tiere, die eine hohe Intelligenz besitzen und komplexe soziale Strukturen haben. Und sie reden sogar mit ihren Küken, während diese noch im Ei sind. Grund genug, diesen Tieren ein eigenes Bilderbuch zu widmen.
Die Hühner der Worall-Farm
Und in diesem lernen wir eine Menge besonderer Hühner kennen: Da wäre die titelgebende Jenny Meier, für die es nicht nur eine reale Vorlage gibt, sondern die auch fleckige Eier legt. Irmi Krautupf legt getupfte Eier, Gitti Schwipp-Schweifen welche mit Streifen - und so weiter. Insgesamt neun Hühner leben auf der Worall-Farm und ein jedes legt sehr ungewöhnliche Eier.
Wirklich? Sind diese Eier wirklich gestreift, gepunktet und funkelnd? Nun, die Wahrheit kommt schon bald ans Licht, doch während wir noch darüber nachdenken, warum die Hühner geflunkert haben, naht ein Habicht und nun ist der Einfallsreichtum der Hühner gefragt. Tatsächlich können die nicht nur ihre Eier imposant herrichten, zusammen verjagen sie auch jeden Habicht von ihrer Farm.
Witzig, schräg, originell
Nicht nur der Hase ist der Held des Osterfests, auch Hühnern kommt eine wichtige Rolle zu. Denn ohne ihre Eier wäre Ostern nur halb so lustig. Ein besonderes Buch über sie war also längst überfällig und hier ist es: „Jenny Meier legt seltsame Eier“. Ein Titel, der lustig klingt und Spaß verspricht, dessen Inhalt aber noch viel humorvoller und origineller ist. Die Leserschaft lernt neun Hennen kennen, denen es nicht an Einfallsreichtum fehlt, um in dieses Buch zu gelangen. Dafür kleben, malen, tupfen, leuchten, glitzern und bauchreden sie, was das Zeug hält.
Und das Lesepublikum? Na, das hat auf jeden Fall seinen Spaß an den verrückten Ideen der Hühner und den lustigen Reimen, die davon erzählen. Doch bei all dem Humor muss auch ein wenig Handlung und natürlich Drama sein, das pfeilschnell als ein Habicht herangeschossen kommt. Jetzt laufen die Hennen zur Hochform auf und zeigen, was in ihnen steckt. Zusammenhalt und der Einsatz ihrer Stärken sorgen dafür, dass der Habicht sich genauso schnell vom Acker macht, wie er gekommen ist. Und sich vermutlich nie wieder blicken lässt. Dafür sehen wir etwas anderes: Eine bunte kleine Kükenschar, die aus den Eiern geschlüpft ist.
Die Sprache des Textes ist witzig und frech, wechselt zwischen gereimtem und erzähltem Text, was aber nicht fehlplatziert wirkt, sondern der Erzähldynamik angepasst ist. Das Buch durchbricht die vierte Wand und bindet auch den Erzählenden mit ein. Diese und natürlich die herrlich schrägen Illustrationen machen diese Geschichte zu einem riesigen Vorlesespaß für die Familie.
„Jenny Meier legt seltsame Eier“ ist ein herrlich schräger und äußerst origineller Vorlesespaß, der nicht nur zur Osterzeit zu unterhalten weiß. Mit urkomischen Illustrationen, aberwitzigen Reimen und einer noch komischeren Handlung unterhält dieses Buch einfach meisterhaft und bringt alle zum Lachen: Große und Kleine.
Details
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Originaltitel:Jenny Peckles Lays Eggs with Speckles
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Übersetzer*in:Fabienne Pfeiffer
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Erschienen:01/2026
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Umfang:32 Seiten
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Typ:Hardcover
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Altersempfehlung:4 Jahre
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ISBN 13:9783505153808
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Preis (D):15,00 €


