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Ein Trollkind in der Blaubeersupe

Rezension von Janett Cernohuby | 06. April 2026
Antolin Quiz

Wenn Alt und Jung Zeit miteinander verbringen, kann das für beide Seiten sehr wertvoll sein. Doch Alt und Jung haben mitunter unterschiedliche Bedürfnisse und diese zu vereinen bedarf nicht nur Rücksicht, sondern auch kleiner kreativer Ideen.

Von Nachbarschaftshilfe und lebendigen Trollkindern

Bär liebt seine Bärenhöhle mit dem kleinen Garten davor. Jeden Morgen geht er hinaus, gießt die Pflanzen, spricht mit Regenwurm, Schnecken und Käfern. Anschließend gönnt er sich ein großes Honigbrot mit frischem Kaffee, übt das Geigenspiel, räumt auf - Bärs Tagesablauf ist voller normaler Dinge, denen er gerne nachgeht. Auch an diesem Vormittag, bis es plötzlich an der Tür klopft. Davor steht die Trollmutter mit ihren elf Kindern. Sie müsse dringend zu ihrer erkrankten Schwester und bittet den Bären, auf die Kleinen aufzupassen. Der hilft natürlich gern, nicht ahnend, wie lebendig und aktiv die Trollkinder sind. Lärmend toben sie durch die Bärenhöhle, schaukeln auf der Lampe, klettern überall herum. Da passiert es. Zwei Trollkinder haben zu wild auf der Lampe geschaukelt, diese reißt und mit einem Platschen landet ein Trollkind in der Blaubeersuppe. Die spritzt nur so in alle Richtung - und dem Bären platzt der Kragen. Laut brüllt er, dass die Kinder endlich aufhören sollen. Vor Schreck rücken die eng aneinander und fangen an zu weinen.

Outi Kaden: Ein Trollkind in der Blaubeersuppe

Verständnis für die andere Seite haben

Man kann dem Bären gar nicht richtig böse sein, sondern fühlt mit ihm mit. Er ist es gewohnt, seinen Tag ruhig und nach gewohnten Mustern zu verbringen. Die quirlige kleine Gruppe dagegen wirbelt alles ordentlich durcheinander, bis ihm letztendlich der Geduldsfaden reißt. Aber damit ist die Geschichte noch nicht vorbei. Denn kaum hat der Bär einmal laut gebrüllt, kaum sieht er in die verschreckten Gesichter der Trollkinder, tut ihm sein Verhalten furchtbar leid. Er überlegt, wie er es wieder gut machen kann. Nicht nur mit einer gesprochenen Entschuldigung, die natürlich kommt, sondern auch mit Taten. Und so kocht er den Trollkindern erst einmal eine Pilzsuppe, erklärt ihnen seine Reaktion und baut ihnen schließlich einen tollen Spielplatz im Garten.
Aber nicht nur der Bär erkennt seinen Fehler, auch die Trollkinder begreifen, dass ihr Verhalten nicht ganz okay war. Sie verstehen sein Bedürfnis nach Ruhe und bereiten ihm ebenfalls eine kleine Überraschung im Garten. Eine, von der aber nicht nur der Bär profitiert, sondern auch sie selbst.

Generationen verbinden

Jung und Alt, unterschiedliche Interessen und doch so viel, was sie miteinander verbindet. In dieser Geschichte wird das wunderbar sichtbar. Aus anfänglichem Chaos wird ein geordnetes Miteinander; aus Nachbarschaft wird eine gute Freundschaft. Outi Kaden erzählt eine lebendige und fröhliche Bilderbuchgeschichte, die inhaltlich, aber auch mit farbenfrohen, heiteren Illustrationen begeistert. Die Figuren bieten für alle einen hohen Wiedererkennungswert, ganz gleich, ob man die Ruhe schätzt oder lieber herumtobt. Das Buch zeigt, dass beides möglich ist, wenn man sich in die andere Person hineinversetzt und Verständnis zeigt. Dann können alle Generationen voneinander profitieren und voneinander lernen. Diese Botschaft gibt Outi Kaden mit diesem Bilderbuch auf humorvolle und empathische Weise weiter.

Outi Kaden: Ein Trollkind in der Blaubeersuppe

„Ein Trollkind in der Blaubeersuppe“ ist ein lebendig erzähltes und farbenfroh illustriertes Bilderbuch von Out Kaden. Darin zeigt sie, wie unterschiedliche Bedürfnisse zusammenfinden, wenn wir alle etwas Verständnis für andere mitbringen.

Details

Bewertung

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