Zum Hauptinhalt springen

Cookie Einstellungen

Wir nutzen Cookies, um unsere Website zu optimieren. Näheres in unserer Datenschutzerklärung.

  • Essenzielle Cookies
    Joomla Session Cookie Dieses Cookie speichert Sitzungsinformationen und hilft dabei, die Benutzererfahrung während der Nutzung der Website zu verbessern. Es wird für die Dauer der Sitzung aufbewahrt und gelöscht, wenn der Browser geschlossen wird.
    Consent Cookie Dieses Cookie speichert die Zustimmung des Benutzers zu den Cookie-Richtlinien auf der Website. Es wird verwendet, um sicherzustellen, dass der Benutzer die Datenschutzrichtlinien akzeptiert hat und keine wiederholte Zustimmung erforderlich ist.

Das Eichzörnchen

von Kira Howanietz, Nadine Y. Resch (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 17. September 2025

Wut gibt es in jeder Jahreszeit, zu jeder Tages- und Nachtstunde und bei allen Tieren. Kühe motzen, Trolle grollen und Eichhörnchen können im schlimmsten Fall so richtig zornig werden. Eichzörnchen sozusagen. Von einem solchen erzählen Kira Howanietz und Dandine Y. Resch in diesem Bilderbuch.

Wenn die Wut überhandnimmt

Eigentlich ist Pips Eichhörnchen ein total herziger kleiner Kerl, wie er da so in seiner Hängematte liegt und von seinem eigenen Baumhaus träumt. Pip möchte seinen Traum wahr werden lassen, doch gerade als er anfängt, Nüsse und Werkzeug einzupacken, fallen dicke Regentropfen zu Boden. Wie ärgerlich! Da hilft nur Nüsse knacken. Doch, oh weh, Pip haut daneben und trifft statt der Nuss seine Pfote. Das ist zu viel für den kleinen Kerl. Stinkewütend düst er los, trampelt durch den Wald und tritt gegen Bäume. Das findet der Specht überhaupt nicht lustig und beschießt das mittlerweile Eichzörnchen mit Eicheln. Er trifft daneben, erwischt den Hasen - und bevor man sich versieht, ist eine richtige Waldschlägerei ausgebrochen. Dabei merken die drei Zankhähne nicht, wie sie das Blumenbeet von Fuchs zerstören. Der ist erst traurig, dann zornig. Doch, was ist das? Statt ebenfalls zu wüten und in die Schlägerei einzustimmen, beginnt er seine Wut ganz einfach wegzutanzen. Ob das auch beim Eichzörnchen hilft?

Das Eichzörnchen

Wut darf sein

Ja, Wut kann passieren. Wut gehört dazu, besonders wenn eine Sache nach der nächsten schiefgeht. Da platzt einem schon mal der Kragen; Erwachsenen genauso wie Kindern. Das ist nichts, wofür man ein schlechtes Gewissen haben muss, denn die negative Energie, die sich angestaut hat, muss nun mal raus. Doch wie kann Selbstregulation gelingen, die in solchen Situationen einfach schwer ist? Schon uns Erwachsenen fällt es schwer, unsere Wut zu kontrollieren, wie können wir Kinder dabei begleiten, damit umzugehen?
Kira Howanietz und Nadine Y. Resch machen das auf humorvolle und ungezwungene Weise. Sie stellen den Kindern eine Figur vor, die sie alle sofort ins Herz schließen und in die sie sich gut hineinversetzen können. Ein jedes Kind kennt das Gefühl, wenn eine Verkettung unglücklichen Umständen eine so richtig wütend macht. Sie können sich also gut in Eichhörnchen hineinversetzen. Natürlich wissen Kinder auch, dass man die Wut nicht an anderen auslassen soll. Schließlich können die nichts dafür, so wie auch die Waldtiere in dieser Geschichte nicht an Eichzörnchens Missgeschicken schuld sind. Doch wie kann man den negativen Gefühlen dann ein Ventil geben? Die Autorinnen zeigen eine Möglichkeit. Statt auf andere Dinge einzutreten oder sich zu zanken, kann man mittels trommeln und rütteln, wirbeln und drehen die Wut ganz einfach wegtanzen. Das klappt bestimmt nicht nur beim Eichzörnchen, sondern auch bei den kleinen Bilderbuchfans.

Das Eichzörnchen

Humorvoll erzählt und zauberhaft illustriert

Während Kira Howanietz ihre Geschichte in fröhlichen Reimen erzählt, lässt Nadine Y. Resch mit leuchtenden Farben in herbstlich angehauchtem Grundton die Ereignisse in Bildern lebendig werden. Text und Illustration spielen wunderbar zusammen, erzählen beide auf ihre Weise von Wutanfällen und Wut-Tanzen und ergänzen sich damit gegenseitig. Die Bilder machen die Gefühle noch einmal spürbarer, während der Text näher erklärt, was es mit den befreienden Bewegungen auf sich hat. So ergibt beides ein stimmiges Gesamtbild, das Kinder annehmen, dem sie lauschen und aus dem sie für sich etwas mitnehmen. Nämlich, dass Wut manchmal einfach passiert, es aber zugleich Wege gibt, sie loszuwerden, ohne andere mit hineinzuziehen. Eine wunderbare Botschaft und Hilfe zur Selbstregulation.

„Das Eichzörnchen“ ist ein liebenswertes Bilderbuch, das humorvoll und ohne anklagende Worte über Wut spricht, über das Gefühl, das sie in einem auslöst und auch zeigt, wie man kreativ mit Wut umgehen kann.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Illustration:
Affiliate Links

Könnte Ihnen auch gefallen:

Pappbilderbuch

Lenny Lamm und die Sache mit der Wut

  • Genre: Bilderbücher
  • Mit Gefühlen ist das so eine Sache. Von einem Moment auf den nächsten kann die Stimmung kippen. Gerade ging es noch harmonisch in der Familie oder im Freundeskreis zu, schon im nächsten Moment hat eine...
  • Hardcover

    Wenn ich wütend bin

  • Genre: Bilderbücher
  • Der Fuß will nicht in die Socke hinein, der Buntstift fällt runter, der gerade gebaute Turm bricht zusammen - es gibt viele alltägliche Missgeschicke, die Kinder so richtig auf die Palme bringen können....
  • Hardcover

    Wer hat von meinem Keks genascht?

  • Genre: Bilderbücher
  • Mit anderen zu teilen, fällt allen Kindern schwer. Es ist eine Kompetenz, die sie erst langsam erlernen können. Um mit anderen zu teilen, muss man sich in sie hineinversetzen und ihre Bedürfnisse verstehen...