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Mätsch!

Wie man steinreich und superbeliebt wird
Rezension von Stefan Cernohuby | 11. Februar 2022

Ab einem bestimmten Alter beginnen Kinder sich mit anderen zu messen. Wenn es ihnen dabei gelingt, sich gegen gleichaltrige oder sogar ältere Kinder durchzusetzen, ist das ein tolles Erfolgserlebnis. Kein Wunder also, dass es viele kompetitive Spiele gibt, wo das möglich ist. Ein (zugegebenermaßen fiktives) Spiel hat es jetzt als Buch in den Coppenrath Verlag geschafft. „Mätsch“ von Max Parkos trägt den Untertitel „Wie man steinreich und superbeliebt wird“. Mal sehen ob das klappt.

Ein Buch mit Lesewarnung

Das erste Hindernis beim Lesen des Buchs besteht in den eigenen Kindern, denen man das Buch dummerweise zuerst anvertraut hat. Die Anweisung, Erwachsenen mit den Worten „Das ist nichts für dich, Vati“ ins Gesicht zu patschen, wird leider sehr ernst genommen. Doch irgendwann schlafen Kinder doch, dann kann man das Werk näher in Augenschein nehmen. Der Protagonist des Werks heißt Phil und erzählt, ähnlich wie in „Greg’s Tagebuch“ seine Geschichte, wie er zum erfolgreichsten Mätsch-Spieler der Schule werden will. In Kapiteln, die immer wieder durch amüsante Schwarzweißzeichnungen unterbrochen werden, schreitet die Handlung voran.

Mätsch

Ein Nobody fordert die Favoriten heraus

Viel Zeit wird dabei investiert, das Spielpirinzip von „Mätch“ zu erklären und zwar so, dass es auch (junge) Leser nachspielen könnten. Es ist ein Spiel, in dem die Spieler ihre eigenen Karten entwerfen und damit gegeneinander spielen können. Jeder Teilnehmende hat sein eigenes Themendeck, Protagonist Phil besitzt ein Strichmännchen-Deck. Man erlebt also mit, wie er versucht aus dem Schatten seines Bruder Nick – seines Zeichens einer der legendären Champions – hervorzutreten und selbst das Preisgeld des großen Turniers zu erringen. Doch natürlich gibt es einige Schwierigkeiten zu überwinden. Phil muss sich überhaupt erst für das Turnier qualifizieren, sich vor den Quälereien von Klassenfiesling Sait in Sicherheit bringen und dann eine Taktik finden, mit der er sich auch gegen erfahrenere Spieler zur Wehr setzen kann. Auch das Drama kommt nicht zu kurz, denn nach einigen unschönen Ereignissen ist das Spiel in der Schule dann auch noch plötzlich verboten – und das Turnier muss im Geheimen stattfinden.

Mätsch

Handlung und Begeisterung

Es kommt tatsächlich nicht alles so, wie erwartet, was gegen Ende des Buchs sehr positiv zu sehen ist. Ansonsten ist es tatsächlich die Geschichte Underdog gegen Favoriten, welche junge Lesende begeistert, das aber dafür effektiv. Hier muss auch ein wenig die Meinung der jungen Leserschaft einfließen, denn während der Verfasser dieser Kritik das Werk eher nur als eher Durchschnittlich eingeschätzt hätte, wurde er in dieser Hinsicht von seinem neunjährigen Sohn, der das Werk bereits dreimal gelesen hat, eines Besseren belehrt. Zitat: „Es hat Witze, die nur Kinder verstehen können.“ Der Erfolg gibt dem Buch also Recht.

„Mätsch – Wie man steinreich und superbeliebt wird“ von Max Parkos vereint erfolgreiche Konzepte in einem Buch. Ein kompetitives Sammelkartenspiel, eine amüsante Geschichte und witzige cartooneske Illustrationen. Hier hat Coppenrath definitiv einen Glücksgriff getan, denn die Zielgruppe findet das Werk gelungen. Und das ist es schließlich, worauf es ankommt.

Details

  • Autor*in:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    01/2022
  • Umfang:
    240 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Alter:
    9 Jahre
  • ISBN 13:
    9783649641230
  • Preis (D):
    13,00

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Atmosphäre:
  • Illustration:

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