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Voll relativ!

Der Tag, an dem die Zeit verschwand
Rezension von Janett Cernohuby | 22. Juni 2021
Antolin Quiz

„Zeit ist relativ“, sagte Albert Einstein. Sie verläuft nicht linear von A nach B, würde der Doctor erklären. Und ein Professor der den Namen Albert Einstock trägt, würde die Zeit am liebsten für immer anhalten. Genau davon erzählt Anastasia Brauns schräges Kinderbuch „Voll relativ! Der Tag, an dem die Zeit verschwand“.

Wo ist die Zeit nur hin?

Als Max an diesem Morgen aufwacht, steht die Welt Kopf. Wobei, das stimmt nicht, denn die Welt steht nicht Kopf, die Welt steht still. Sein Vater starrt auf einen leeren Fleck an der Wand, seine Mutter auf das Display der Mikrowelle. Keiner von beiden scheint irgendetwas wahrzunehmen. beide reden nur wirre Sachen. Auch in der Schule läuft es nicht besser. Elli, Max‘ Freundin, hat die alten Stinkepantoffeln ihres Opas als Pausenbrot eingepackt bekommen und die Lehrer scheinen vergessen zu haben, was Unterricht ist. Stattdessen starren sie wie verloren auf die Tafel oder tanzen um ein Lagerfeuer auf dem Schulhof herum. Was ist nur mit den Erwachsenen los? Warum benehmen sie sich alle so merkwürdig? Max und seine Freunde Elli und Basti vermuten, dass dieses verrückte Verhalten etwas mit den über Nacht verschwundenen Uhren zu tun hat. Sie machen sich auf die Suche nach Hilfe und treffen dabei auf den verrückten Professor Albert Einstock. Schnell wird den Kindern klar, dass der seltsame Erfinder ein bisschen zu viel mit der Zeit gespielt hat…

Voll relativ! Der Tag, an dem die Zeit verschwand

Eine Welt ohne Uhren - Fluch oder Segen?

Das Thema Zeit beflügelt Autor*innen stets aufs Neue. Zeitreisen, Manipulation der Zeit oder, wie in diesem Fall, verschwundene Zeit bieten natürlich immer wieder Stoff für fesselnde und witzige Geschichten. Anastasia Braun hat sich ebenfalls an dem Thema versucht und einen witzigen und kurzweiligen Kinderroman herausgebracht. Diesen hat sich vollgepackt mit urkomischen Situationen, verrückten Ereignissen und drei Kindern, die dem ganzen auf den Grund gehen wollen. Dabei greift die Geschichte im Grunde etwas auf, wovon jeder wohl mal geträumt hat: Die Zeit anzuhalten und den lästigen Zeitdruck herauszunehmen. Welches Kind hat sich selbst nicht schon einmal gewünscht, nicht ständig gehetzt und gestresst zu werden? Hier im Buch wird diese Fantasie einmal ganz ausgelebt. Gleichzeitig wird aber deutlich, dass wir Erwachsenen ohne Uhren völlig aufgeschmissen sind. Dass wir plötzlich, da wir unseren Zeitmesser nicht mehr haben, nichts mehr auf die Reihe bringen. Das ist bewusst überspitzt dargestellt und bringt durch die sich daraus ergebenden schrägen Situationen immer wieder humorvolle Szenen. Doch trotz allem Spaß ist klar, dass es so nicht ewig weitergehen kann. Wenn die Erwachsenen verrücktspielen, dann müssen wenigstens die Kinder Vernunft bewahren und die Welt wieder geraderücken. Das sorgt freilich für viele Lacher beim jungen Lesepublikum.

Voll relativ! Der Tag, an dem die Zeit verschwand

„Voll relativ! Der Tag, an dem die Zeit verschwand“ ist ein witziges Kinderbuch, in dem Anastasia Braun Kinderwünsche wahr werden und alle Uhren und damit den Zeitdruck verschwinden lässt. Dumm nur, dass jetzt sämtliche Erwachsenen durchdrehen. Ein kurzweiliger und unterhaltsamer Kinderroman, der für viel Lesevergnügen bei seinem jungen Publikum sorgt.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration:

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