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Neon und Bor: Erfinderkinder

von Marc-Uwe Kling, Jan Cronauer, Monströös (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 17. Juli 2025
Antolin Quiz

Kinder verfügen über endlose Kreativität und immer wieder neue Ideen. Was würden sie wohl alles erfinden, wenn man sie nur ließe. Halt, Moment. Marc-Uwe Kling und Jan Cronauer geben zwei Kindern diesen Freiraum und lassen sie ihre Kreativität und ihren Schaffungsdrang frei ausleben. Zumindest im dem von Monströös illustrierten Kinderbuch.

Superschlau und superkreativ

Neon ist neun Jahre jung, superschlau und liebt es, Sachen zu erfinden. Entschuldigung, siefinden. Denn Neon ist eine sie und damit keine Er- sondern eine Siefinderin. Zumindest sieht sie das so. Und siefunden hat Neon schon einiges. Zum Beispiel etwas, womit sie sich wieder an die Babysprache erinnert, die sie selbst als Baby sprechen konnte. Warum sie das wollte? Na, um ihren kleinen Bruder Bor zu verstehen. Der ist nämlich fast ein Jahr alt und mindestens genauso schlau wie Neon. Gemeinsam haben sie schon eine Menge Dinge siefunden und gebaut. Zum Beispiel einen Roboter, der auf Knopfdruckt ihr Zimmer aufräumt. Oder die Hutze, halb Hund, halb Katze. Oder den Lärmsauger, der alle lauten und störenden Geräusche einfach in kleine Ballons verwandelt. Doch selbst wenn die Welt mucksmäuschenstill ist, wird es bei Neon und Bor nie langweilig. Wann immer ein Problem vor den beiden auftaucht, stecken sie ihre Köpfe zusammen und erfinden etwas dagegen. Leider sorgen diese Erfindungen dann aber für noch größeres Chaos, das wiederum von einer weiteren Erfindung beseitigt werden soll…

Neon und Bor: Erfinderkinder

Schräg hoch x

In „Neon & Bor“ läuft Marc-Uwe Kling zur Höchstleistung auf. Sollte man sich auf zwei Worte begrenzen, würden schräg und durchgeknallt die richtigen sein. Denn was der Erfolgsautor hier zusammen mit Jan Cronauer geschaffen hat, ist an Humor nur schwer zu überbieten. Mit Neon und Bor toben sie sich so richtig aus und lassen alles Gestalt annehmen, was Kinder sich in ihrer Fantasie vorstellen: Aufräumroboter, 2-in-1 Haustiere, noch einmal Geburtstag feiern (und nochmal und nochmal und nochmal…), laute Geräusche einfach muten. Die Geschichten sind unglaublich schräg und aberwitzig. Was nicht zuletzt an den Wortspielen und der Wortakrobatik liegt, mit der die Autoren erzählen. Hier bleibt kein Auge trocken und ja, manchmal braucht man Pausen, um mal wieder Luft holen zu können. Wie gut, dass es sich bei den Geschichten um in sich abgeschlossene Erzählungen handelt, die zwar aufeinander aufbauen, aber dennoch unabhängig voneinander gelesen werden können. Damit eignet sich das Buch prima zum Vorlesen - sofern man genug Disziplin hat, nicht in Lachkrämpfe auszubrechen. Wer das nicht hat…

Hörbuch vom Autor selbst gelesen

…der greift am besten zum Hörbuch, das glücklicherweise gleichzeitig erschienen ist. Hierfür übernahm Marc-Uwe Kling wieder die Sprecherrolle und führt uns in dem für ihn typischen Erzählstil durch Neons und Bors Alltag. Natürlich inklusive sarkastischem, humorvollen, satirischen Unterton, der in der einen oder anderen Szene nicht fehlen darf. Das Hörbuch ist definitiv ein Genuss. Hat man empfehlenswerterweise auch das Buch, kann man sich während des Hörens die Illustrationen ansehen. Diese stammen vom Animationsstudio Monströös und halten selbst für uns Große die eine oder andere Anspielung bereit.

Das Buch

  • Umfang:
    160 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • ISBN 13:
    9783551522801
  • Verlag:
    Carlsen

Das Hörbuch

  • Spielzeit:
    124 min
  • Typ:
    2 Audio-CDs
  • ISBN 13:
    9783745605372
  • Verlag:
    Silberfisch

 

Neon und Bor: Erfinderkinder

„Neon & Bor: Erfinderkinder“ ist ein weiterer Geniestreich von Marc-Uwe Kling, den er zusammen mit Jan Cronauer geschrieben hat. Die Serie dazu, ebenfalls von Monströös gestaltet, gibt es seit kurzem bei der „Sendung mit der Maus“ zu sehen, doch für alle Literaturfans sind Buch und Hörbuch natürlich unverzichtbar.

Details

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
  • Illustration:
  • Audio:

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