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Fritz Fantom

Fritz Fantom: Der Fußball aus dem Weltall

Antolin Quiz
von Thomas Brezina
Rezension von Stefan Cernohuby | 23. Juni 2023

Fritz Fantom: Der Fußball aus dem Weltall

Für alle Kenner des österreichischen Kinderfernsehens der letzten 25 Jahre ist Fritz Fantom so etwas wie ein Synonym für Versagen. Eine Art Möchtegern-Superverbrecher, der stets an einem sprechenden Fahrrad gescheitert ist. Doch sein Schöpfer Thomas Brezina hatte Erbarmen mit dem in schickes Violett gekleideten Antagonisten und ihm eine eigene Kinderbuchreihe auf den Leib geschnitten, von der nun der vierte Band erschienen ist.

Helden und Schurken haben auch ein Leben neben ihrer Hauptbeschäftigung. Manche von ihnen haben sogar Hobbys oder sind Fans. Fritz Fantom begeistert sich für Fußball und hat eine Lieblingsmannschaft, die den Namen Flattermot trägt und die von Fans von Fritz Fantom gegründet wurden. Leider gibt es auch eine Mannschaft namens Turbokick, die aus Fans von Tom Turbo besteht und gegen die sie immer verlieren. Das tritt zunächst in den Hintergrund, als jemand in Farben der Fantom-Familie eine Raumstation an sich bringt und sich Venus Fantom nennt. Doch niemand seiner Verwandten kennt diese Person. Bis sich die Hinweise für Fritz Fantom verdichten, dass jene Venus in Wahrheit versuchen will, seine Fußballmannschaft für immer auszubooten. Etwas, das er verhindern muss. Auch wenn er sich dafür mit seinen Eltern und diversen anderen Verbrechern auseinandersetzen muss. Und eines ist völlig unklar: Welche Rolle spielt seine Exfreundin Finni Fantomini?

Fritz Fantom: Der Fußball aus dem Weltall

Es ist gar nicht so einfach, einen Schurken mit Nichtschurkendingen zu motivieren. Dafür muss man ihn gut kennen. Aber Thomas Brezina hat dem Erzfeind von Tom Turbo eine Begeisterung für Fußball verpasst, die sich vermutlich nicht hinter jener des sprechenden Fahrrads verstecken muss. Dass er in diesem Fall unabsichtlich auf die Seite der Guten wechselt, um einem Verbrecher nachzustellen, der seinem Lieblingsklub offenbar Böses will, ist zwar nicht akzeptabel, aber manchmal muss man einfach Opfer bringen. Sei es um für die Dinge einzustehen, die einem wichtig sind, oder aber um für die Leute da zu sein, die einem etwas bedeuten. Aber bedeutet jemand wie Fritz Fantom jemandem anderen etwas? Um das herauszufinden muss man diesen Band, der für eine Zielgruppe von etwa 8 bis 11 Jahren gedacht, ist, selbst lesen. Für die Geschichte relevante Begriffe werden hier gerne farbig hervorgehoben. Zudem gibt es viele witzige Illustrationen von Pablo Tambuscio, dem Stammzeichner von Thomas Brezina. Besonders gut ist ihm diesmal der muskulöse Fritz Fantom geglückt, der zu Beginn extrem viel trainiert hat, um fit für jegliches Verbrechen zu sein. Das allein lässt Lesende bereits loslachen.

Fritz Fantom: Der Fußball aus dem Weltall

Fritz Fantom wird zwar vermutlich nie das Verbrechen des Jahrhunderts landen oder endgültig gegen Tom Turbo triumphieren, aber das ist nicht so schlimm. In „Fritz Fantom – der Fußball aus dem Weltall“ hat er zumindest einige Erfolgsmomente. Da das Werk auch für die Lesenden sehr unterhaltsam, witzig und schön anzusehen ist, kann man das allen Fans des Brezina-Kosmos empfehlen.

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Bewertung

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